In den späten 2000er Jahren bezog sich Fernsehen nicht mehr auf ein Objekt, das angesehen wurde; es hatte sich in Inhalte verwandelt, die gestreamt, heruntergeladen und geteilt wurden. Zehntausende Millionen von Zuschauern haben „das Kabel abgetrennt“, das Kabelfernsehen aufgegeben, sich bei Online-Diensten wie Netflix, Hulu und YouTube umgesehen und sahen auch Raubkopien von Filmen und Programmen in einem beispiellosen Tempo. Die Vorstellung, dass das Internet die Fernseh- und Filmindustrie in der gleichen Weise verwüsten wird, wie es die Musikindustrie getroffen hat, erscheint längst nicht mehr weit hergeholt. Die Fernsehindustrie wird jedoch weiterhin von veralteten marktbasierenden Geschäftsmodellen getrieben, die das Verhalten und die Vorlieben des Publikums ignorieren. In Post-TV untersucht Michael Strangelove die Sehgewohnheiten und Werte der Post-TV-Generation, die neue Wege findet, Technologie zu nutzen, um ihre Unterhaltung kostenlos zu finden, anstatt gegen Gebühr. Er stellt die Vorstellung in Frage, dass das Publikum durch regulatorische und industrielle Regimes eingeschränkt ist, und argumentiert, dass das Kabelabschneiden, digitale Piraterie, zunehmender Wettbewerb und neue Produktions- und Distributionsformen es Zuschauer und Inhalte schwieriger machen, zu kontrollieren, was die Möglichkeit einer freieren, demokratischeren Medienumgebung eröffnet. Eine Fortsetzung des preisgekrönten Watching YouTube, ist Post-TV eine lebhafte Untersuchung der sozialen und wirtschaftlichen Implikationen einer Welt, in der die Menschen sehen können, was sie wollen, wann sie wollen, wo immer sie wollen.
Michael Strangelove wurde als „Guru der Internet-Werbung“ (Wired) und „der Mann, der buchstäblich das Buch über die Kommerzialisierung des Netzes geschrieben hat“ (Canadian Business) bezeichnet. Er ist Dozent am Institut für Kommunikationswissenschaften an der Universität von Ottawa.
„Ich habe es genossen, Post-TV zu lesen. Es ist ein äußerst zugängliches und klar geschriebenes Buch ... Es ist eine unschätzbare Ressource für jeden, der sich für die Zukunft des Fernsehens interessiert.“ Maria Michalis, International Journal of Digital Television, vol 7:01:2016 „Mit Post-TV eröffnet Michael Strangelove das erste Feuerzeichen in Bezug auf unser Denken über Fernsehen und seine Bedeutung im frühen einundzwanzigsten Jahrhundert. Seine Vorstellung von Post-TV ist unglaublich überzeugend und etwas, mit dem sich die Medien- und Kulturwissenschaften befassen müssen.“ Scott Henderson, Department of Communication, Popular Culture, and Film, Brock University „Post-TV ist ein entscheidender Beitrag zur Diskussion darüber, was Fernsehen in einer Ära erweiterten Verbraucheraktivismus, Deregulierung, globaler Konglomeration und technologischer Innovation bedeutet.“ Rebecca Sullivan, Department of English, University of Calgary