„Die Long Ryders wurden 1982 von jungen amerikanischen Musikern gegründet, die von Gram Parsons, C&W, The Byrds und der Punk-Szene in ihrer Heimatstadt Los Angeles beeinflusst waren. Die Long Ryders waren ein Gegenmittel zur formelhaften Stadionrockmusik und schwächlichem Synth-Pop.“
Die Gründer des Alt-Country, die Long Ryders, veröffentlichen am 15. Februar 2019 ihr erstes neues Album seit über dreißig Jahren, wenn „Psychedelic Country Soul“ die Wellen durchdringt und in die Geschäfte gelangt. Mit der klassischen Besetzung von Sid Griffin, Stephen McCarthy, Tom Stevens und Greg Sowders wird der Tag nach dem Valentinstag zu einer romantischen Feier. Das atemberaubende neue Album folgt unmittelbar auf die Deluxe-Wiederveröffentlichung von zwei klassischen Long Ryders-Alben, „State of Our Union“ und „Two-Fisted Tales“.
Die Band hatte Sid Griffin an Gitarre, Autoharp und Mundharmonika, Stephen McCarthy an Gitarre, Steelgitarre, Mandoline und Banjo, Tom Stevens am Bass und Greg Sowders an Schlagzeug und Percussion.
Mit einem Sound, der an die Buffalo Springfield und The Flying Burrito Brothers erinnert, aber mit einer härteren Kante, haben sie die alternative Countrymusik der 1990er Jahre um ein Jahrzehnt vorausgeahnt.
Mit elf neuen Long Ryders-Kompositionen und einem Tribute-Cover des verstorbenen großen Tom Petty mit dem Song „Walls“ ist dies ein Long Ryders-Album für das 21. Jahrhundert; beginnend mit dem hymnenhaften „Greenville“, einem Stück, das beweist, dass die Band nichts von ihrem magischen Gitarreninterplay verloren hat. „Molly Somebody“ ist ein eklektischer Pop-Song, der keine ihrer Country- und Rocksensibilitäten vernachlässigt, während beispielsweise „What the Eagle Sees“ die Energie des frühen Punk und Power-Pop widerspiegelt, die sie in den frühen Tagen so beeinflusste. Man kann immer noch ihre persönliche Verbindung zur Musik der 1960er Jahre hören, aber wie immer sind die Long Ryders keine Band, die in der Vergangenheit lebt. Der Albumabschluss „Psychedelic Country Soul“ ist das größte Zeugnis dafür, aufgeführt wie die vorherigen 11 Lieder, mit Präzision und Feurigkeit; die Gitarren verweben sich und Mundharmonikas bauen auf und ebbt, das Lied breitet sich wie ein Lauffeuer aus. Die Long Ryders wurden immer für das gefeiert, was sie zu sagen hatten, ebenso wie für die Musik, die sie machen. Mit „Psychedelic Country Soul“ wurde ihre Botschaft, vermittelt mit 12 Saiten und endlosen Harmonien, nie klarer.
Dies ist ein Long Ryders-Album, das sich neben ihren klassischen Alben wie „Native Sons“ und ihrer unvergesslichen Single „Looking For Lewis And Clark“ behauptet. „Psychedelic Country Soul“ wird sicherlich am Ende des Jahres auf vielen Besten-Listen stehen. Aber man kann seinen Wert erkennen, wenn man es am 15. Februar 2019 hört. Es ist so gut.
1. GREENVILLE
2. LET IT FLY
3. MOLLY SOMEBODY
4. ALL ABOARD
5. MAKE IT REAL
6. IF YOU WANT TO SEE ME CRY
7. WHAT THE EAGLE SEES
8. CALIFORNIA STATE LINE
9. THE SOUND
10. WALLS
11.BELLS OF AUGUST
12.PSYCHEDELIC COUNTRY SOUL